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5. Juni: Internationaler Tag der Umwelt/ Zusammen für die Artenvielfalt und den Umweltschutz

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Förderkreis Umwelt- und Naturschutz Hondelage e.V. (FUN) schafft gemeinsam mit Förderern Ruhe- und Winterunterschlupf für Fische in der Schunter

Dr. Bernd Hoppe-Dominik, Mitbegründer des Förderkreis Umwelt- und Naturschutz Hondelage e.V. (FUN) und Jörg Walther, Leiter des Gewässerdienstes SE|BS, beim Vor-Ort-Termin an der Schunter. Foto: ©SE|BS / Fotostudio Gramann

Braunschweig, 04.06.2020 Zwischen Wendhausen und Hondelage laufen seit kurzem die Arbeiten für den Ruhe- und Winterunterstand für lokale Fischarten. Es wird ein Altarm mit Anschluss an die Schunter hergestellt. Dort können die Fische in einem ausreichend tiefen neuen Flussabschnitt und strömungsarmen Sektor gut durch die kalte Jahreszeit kommen. Den Anstoß für das Projekt gab der Förderkreis Umwelt- und Naturschutz Hondelage e.V. (FUN e.V.), der bereits viele Projekte im Rahmen der Schunter-Renaturierung umgesetzt hat.

„Mit dem Anschluss des Altarmes greifen wir den hier lebenden Fischen gewissermaßen unter die Flossen“, sagt Dr. Bernd Hoppe-Dominik, Mitbegründer des Vereins und Initiator des Projekts. „In dem Gewässer können sich Hecht, Brasse, Döbel, Moderlieschen und Co. von der schnellen Strömung erholen und Kräfte für die Fortpflanzung sammeln. Vor allem im Winter und bei Hochwasser kann dies lebenswichtig sein“, erklärt der engagierte Umweltschützer. Der Aushub wird ortsnah als Sanddüne aufgeschüttet und soll dort Insekten wie Wildbienen und Sandlaufkäfer als auetypischer Trockenlebensraum dienen. „Ein Win-Win-Projekt für die Hondelager Natur“, so Hoppe-Dominik.

Neben dem Land Niedersachsen, der Europäischen Union, der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und der Stadt Braunschweig unterstützt auch die Stadtentwässerung Braunschweig GmbH (SE|BS) mit 20.000 Euro das Projekt. „Als Stadtentwässerung sind wir auch für die öffentlichen Gewässer der Stadt Braunschweig zuständig“, erklärt Jörg Walther, Leiter des Gewässerdienstes bei der SE|BS, „aber Wasser kennt bekanntlich keine Grenzen – deshalb sind wir froh, auch außerhalb unseres Aktionsgebiets Projekte wie dieses zu unterstützen und somit für eine Verbesserung des gesamten Ökosystems inklusive Wasser zu fördern.“

Das Projekt ist ein Braunschweiger Beispiel für den Leitsatz „Think global, act local“ und passt zum 05. Juni, dem „Internationalen Tag der Umwelt“. Ins Leben gerufen wurde der Tag von der UNEP (Umweltprogramm der Vereinten Nationen). Er wird jährlich von 150 Nationen genutzt, um auf Umweltprobleme wie Naturzerstörung, aber auch Plastik-Verschmutzung und den Anstieg des Meeresspiegels aufmerksam zu machen.